Zeitschaltuhren – Informationen, Produkt-Empfehlungen und Tipps

Zeitschaltuhr

Wenn Sie hier gelandet sind interessieren Sie sich vermutlich für Zeitschaltuhren.

Entweder wollen Sie Strom sparen oder Ihre Elektrogeräten automatisch ein- und ausschalten.

Auf dieser Seite finden Sie alles Wissenswerte über diese Geräte — welche Unterschiede und Programmierungs-Möglichkeiten es gibt und eine Erklärung, warum viele Leute die falsche Zeitschaltuhr kaufen.

Varianten und wichtige Funktionen

Die typische Zeitschaltuhr wird in den Stromkreis integriert und zwischen Netzbuchse und das betreffende Elektrogerät gesteckt. Anhand von vorgegebenen Ein- und Ausschaltzeiten wird der Strom durchgelassen oder unterbrochen. Je nach Modell lassen sich einfache oder komplizierte Zeitprogrammierungen vornehmen.

Man unterscheidet mechanische und digitale Zeitschaltuhren. Bei mechanischen Zeitschaltuhren wird die Uhrzeit mittels eines drehbaren Rades eingestellt. Im Fall von digitalen Zeitschaltuhren erfolgt die Programmierung über Bedienknöpfe und ein LCD-Display.

Grundsätzlich bieten digitale Schaltuhren mehr Programmiermöglichkeiten als ihr mechanische. So können auch Vorgaben für bestimmte Wochentage gemacht werden. Und während mechanische Uhren maximal im 15-Minuten-Rhythmus schalten können besteht diese Einschränkung bei digitalen Uhren nicht.

Manche Schaltuhren beherrschen eine Zufallssteuerung und schalten beispielsweise die Zimmerbeleuchtung zu unregelmäßigen Zeiten ein und aus. Dadurch sollen Einbrecher von einem Einbruch abgehalten werden.

Für den direkten Einbau im Haus vorgesehen sind sogenannte Unterputz-Zeitschaltuhren. Sie werden fest montiert und über die Hauselektrik verkabelt.

Eine Sonderform der Zeitschaltuhr sind Countdown-Timer. Sie zählen eine bestimmte Minuten-Anzahl ab und unterbrechen dann den Stromkreis. Wer schon einmal vergessen hat ein Bügeleisen abzuschalten weiß, warum so ein Timer nützlich ist.

Zeitschaltuhren sind generell nicht außen einsetzbar. Sofern Sie das wünschen achten Sie auf die Klassifizierung. Draußen einsetzbare Zeitschaltuhren erfüllen die Schutzklasse IP44 und sind spritzwassergeschützt. Auch der Einsatz in Feuchträumen ist nur mit speziell dafür vorgesehenen Modellen möglich.

Alles über die Zeitsteuerung

Die Programmierbarkeit unterschiedet sich von Modell zu Modell. Folgende Varianten sind üblich:

  • Ein-/ Ausschalten: Strom per vorgegebener Uhrzeit aktivieren bzw. unterbrechen
  • Wochenzeitschaltuhr: Für jeden Wochentag eine individuelle Programmierung
  • Countdown: Zählt runter auf null und startet/unterbricht dann den Stromfluss
  • Zufallssteuerung: Ein- und Ausschalten an zufälligen Zeitpunkten zur Einbrecherabwehr

Hierbei gibt es einige Feinheiten zu beachten.

Manche Schaltuhren haben eine minutengenaue Steuerung. Beispiel: der Strom kann um 8.00 Uhr eingeschaltet und um 8.02 Uhr wieder ausgeschaltet werden. Viele Schaltuhren, besonders alle mechanischen, können nur in 15-Minuten-Einheiten eingestellt werden. Das würde dann heißen: um 8.00 Uhr einschalten und um 08.15 Uhr abschalten. Für viele Anwendungen reicht das aus, aber wer beispielsweise eine Aquariumlampe steuern will braucht eine Uhr mit minutengenauer Steuerung.

Eine Wochenzeitschaltuhr gibt Ihnen die Möglichkeit ein Wochenprogramm zu definieren. Legen Sie für jeden Tag fest, zu welchen Uhrzeiten der Strom durchgelassen werden soll. Beispiel: An Wochentagen sollen um 7.00 Uhr die Rolläden hochgefahren werden. Am Wochenende schlafen Sie aus.

5 Tipps für den Kauf

  • Wählen Sie eine Zeitschaltuhr mit dem für Sie passenden Schaltprogrammen. Sie müssen aber nicht zur Minimalllösung greifen. Man bekommt Top-Geräte mit vielen Schaltprogrammen mittlerweile sehr günstig.
  • Billige Digital-Zeitschaltuhren leiden unter teils massiven Softwareproblemen. Sie arbeiten ungenau und schalten entweder nicht wie eingestellt um oder hängen sich plötzlich auf. Das kann gefährlich werden. Geben Sie daher lieber ein paar Euro mehr aus für ein bewährtes Markengerät.
  • Achten Sie auf einen niedrigen Stromverbrauch. Manche No-name-Schaltuhren ziehen Unmengen an Strom und dann ist der Akku im Nu leer.
  • Laufgeräusche sind bei mechanischen Schaltuhren zum Teil ein Problem, wobei es wieder eine Frage der Produktqualität ist. Eine gute mechanische Uhr erzeugt keine störenden Geräusche und kann guten Gewissens im Wohnbereich verwendet werden.
  • Ein beleuchtetes Display macht die Bedienung in dunkler Umgebung wesentlich einfacher und verhindert die versehentliche Fehlbedienung. Wenn Sie die Zeitschaltuhr im Keller nutzen, greifen Sie zu einer mit Hintergrund-Beleuchtung.

Einsatzmöglichkeiten für Zeitschaltuhren

Zeitschaltuhren können im Haushalt sehr nützlich sein und es gibt viele praktische Anwendungen.

  • Strom sparen: Elektrogeräte im Standby-Modus laufen zu lassen kostet unnötig Strom. Über eine Zeitschaltuhr kann man beispielsweise einstellen, dass der Fernseher immer um 23 Uhr vom Strom-Netz getrennt wird.
  • Komfort erhöhen: Elektrische Geräte wie eine Elektroheizung oder eine Aquarium-Pumpe können per Zeitautomatik ein- und ausgeschaltet werden.
  • Brände vermeiden: Haushaltsgeräte wie Bügeleisen können zum Risiko werden, wenn man vergisst sie auszuschalten. Mit einem Zeitschaltuhr mit Countdown-Timer wird die Stromverbindung nach einer bestimmten Zeitdauer gekappt.
  • Einbruchschutz erhöhen: Schaltuhren mit integrierter Zufallsautomatik schalten Ihre Zimmer-Beleuchtung in unregelmäßigen Abständen ein oder aus. Dadurch wirkt Ihr Haus bewohnt auch wenn man einmal nicht anwesend ist.

 

Kann ich eine Zeitschaltuhr draußen verwenden?

Grundsätzlich nicht. Nur solche der Schutzart IP44 oder höher können im Freien eingesetzt werden weil diese gegen Spritzwasser gesichert sind. Die Elektronik ist natürlich auch empfindlich und kann bei niedrigen Temperaturen gestört werden. Eine spezielle Outdoor-Zeitschaltuhr ist dagegen problemlos außen verwendbar.

Wie finden Sie eine Zeitschaltuhr für draußen? Auf Amazon muss im Produkttitel IP44 stehen, so wie das folgende Bild zeigt.

Welche Geräte kann ich anschließen?

Prinzipiell können alle Geräte mit normalem Stromstecker angeschlossen werden. Einschränkungen gibt es aber für Elektrogeräte mit hoher Leistungsaufnahme wie Waschmaschinen oder Boiler. In der Beschreibung zur Zeitschaltuhr steht, für welche Maximalbelastung sie ausgelegt ist (z.B. 3600 W). Gleichen Sie das mit der Beschreibung Ihres Elektrogeräts ab und prüfen sie, wie hoch dessen Leistungsaufnahme ist.

Übliche Haushaltsgeräte wie Fernseher, Stereoanlagen, Bügeleisen oder ähnliches können Sie aber ohne Probleme an eine Zeitschaltuhr koppeln.

Haben Zeitschaltuhren eine Countdown-Funktion?

Nur bestimmte Modelle haben einen Countdown-Timer. Wie funktioniert das mit dem  Countdown? Man stellt die Zeitschaltuhr z.B. auf 30 Minuten, und der Strom fließt solange bis die Uhr auf Null runtergezählt hat. Wer vergesslich ist kann beispielsweise sein Bügeleisen anschließen. Dann wird es automatisch abgeschaltet und kann keinen Brand auslösen.

Kann ich die Uhr so einstellen, dass sie zu gewissen Zeiten angeht — z.B. Von 18 – 20 Uhr?

Ja, diese Funktion ist bei Zeitschaltuhren immer vorhanden.

Wieviel Strom verbraucht eine Zeitschaltuhr?

Das hängt vom Modell ab, wobei jede Uhr eine gewisse Grundleistung an Strom aufnimmt.